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Sicherheit

Sicherheit im Netz: Was wirklich hilft

28. Februar 20265 Min.

Viele denken, ein Antivirenprogramm reicht, um sicher im Internet unterwegs zu sein. Das stimmt so leider nicht. Die grösste Schwachstelle sitzt meistens vor dem Bildschirm, und das ist nicht böse gemeint. Es fehlt einfach oft das Wissen, worauf man achten muss.

Updates sind kein Vorschlag

Die Meldung "Update verfügbar" wegklicken kennt jeder. Das Problem: Viele dieser Updates schliessen Sicherheitslücken, die aktiv von Angreifern ausgenutzt werden. Wenn Ihr Betriebssystem oder Ihr Browser ein Update will, installieren Sie es. Am besten stellen Sie automatische Updates ein, dann müssen Sie gar nicht mehr daran denken.

Das gilt übrigens nicht nur für Windows oder macOS. Auch Ihr Router hat Firmware-Updates. Die werden gerne vergessen, obwohl der Router das Tor zu Ihrem gesamten Netzwerk ist.

Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten

Wenn es eine einzige Sache gibt, die Sie heute noch tun sollten: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Ihre wichtigsten Konten. E-Mail, E-Banking, Social Media. Selbst wenn jemand Ihr Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor nicht rein.

Am besten verwenden Sie eine Authenticator-App statt SMS. SMS können abgefangen werden, eine App auf Ihrem Handy ist deutlich sicherer.

Öffentliches WLAN mit Vorsicht geniessen

Das kostenlose WLAN im Café oder am Flughafen ist praktisch, aber nicht ohne Risiko. In öffentlichen Netzwerken kann theoretisch jeder mitlesen, was Sie tun. Für normales Surfen ist das meist kein Problem, solange die Webseiten HTTPS verwenden. Aber für E-Banking oder das Einloggen in wichtige Konten sollten Sie entweder Ihre mobilen Daten nutzen oder ein VPN verwenden.

Backups sind Ihre Versicherung

Ransomware verschlüsselt Ihre Dateien und verlangt Lösegeld. Festplatten gehen kaputt. Notebooks werden gestohlen. All das passiert. Wer ein aktuelles Backup hat, kann in solchen Situationen ruhig bleiben. Wer keins hat, hat ein echtes Problem.

Die 3-2-1-Regel ist ein guter Ausgangspunkt: Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon an einem anderen Ort. Klingt aufwändig, lässt sich aber mit automatischen Backup-Lösungen einfach umsetzen.

Gesunder Menschenverstand als bester Schutz

Keine Software der Welt schützt Sie, wenn Sie auf einer gefälschten Webseite Ihre Zugangsdaten eingeben. Die beste Verteidigung ist Aufmerksamkeit. Stimmt die URL? Kenne ich den Absender? Habe ich das wirklich bestellt? Wenn etwas komisch vorkommt, ist es das meistens auch.

Was Sie konkret tun können

  • Automatische Updates aktivieren (Betriebssystem, Browser, Router)
  • 2FA für alle wichtigen Konten einrichten
  • Einen Passwort-Manager verwenden statt überall das gleiche Passwort
  • Regelmässige Backups einrichten (und testen, ob die Wiederherstellung funktioniert)
  • Bei verdächtigen Mails oder Webseiten lieber einmal mehr nachfragen

Perfekte Sicherheit gibt es nicht. Aber mit diesen Grundlagen sind Sie deutlich besser aufgestellt als die meisten anderen.